Besuch in Kiew
Merz sagt der Ukraine weitere Hilfen zu

Bundeskanzler Merz hat bei seinem Besuch in Kiew der Ukraine ein umfangreiches Hilfspaket zugesagt.

    Bundeskanzler Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, stehen am zerstörten Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew.
    Bundeskanzler Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, stehen am zerstörten Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew. (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Es besteht aus der Freigabe von Militärhilfe in Höhe von einer Milliarde Euro sowie 350 Millionen Euro für den von Russland bombardierten Energiesektor. Zentraler Teil der Hilfe sind laut Merz Vereinbarungen zur gemeinsamen Herstellung von Drohnen und Raketen. Bei einem Besuch der kürzlich von Russland angegriffenen Akademie der Wissenschaften sagte der Kanzler, Moskau müsse seine barbarischen Angriffe beenden. Die Hilfe für die Ukraine liege im eigenen Interesse Deutschlands. Auch der ukrainische Präsident Selenskyj verurteilte die russischen Attacken. Kiew erlebe derzeit grauenvolle Tage und Nächte.
    Während des Besuchs von Merz gab es mehrfach Luftalarm. Unter anderem wurde erneut eine wichtige Brücke in Kiew getroffen. Der Besuch fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt, nachdem Russland ausländische Politiker am Samstag vor Reisen in die Ukraine gewarnt hatte. Merz wurde von Wirtschaftsministerin Reiche und einer Wirtschaftsdelegation begleitet.
    Diese Nachricht wurde am 04.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.