Gesundheitspolitik
Merz sieht Gerechtigkeitsproblem beim Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung

Bundeskanzler Merz hat eine Debatte über Änderungen ‌in der Krankenversicherung ausgelöst.

    Bundeskanzler Friedrich Merz am Rednerpult im Konrad-Adenauer-Haus mit geschlossenem Mund und ernstem Gesichtsausdruck
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung werde von vielen Menschen als Gerechtigkeitsproblem betrachtet, sagte Merz nach den Sitzungen der CDU-Parteigremien in Berlin. Er sehe das Problem und sei zu Änderungen bereit. Details nannte Merz nicht. Ein Sprecher des Bundeskanzlers stellte klar, Merz plane keine grundsätzliche Änderung am bestehenden Krankenkassensystem.
    Ein Ende des Nebeneinanders von privater und gesetzlicher Krankenversicherung wäre eine Abkehr von der bisherigen Position der Partei. Die CDU hatte sich immer wieder zum dualen System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung bekannt.
    Der Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Pantazis, bot der Union Gespräche über Änderungen an. Bislang gebe es für einen grundlegenden Systemwechsel keine Mehrheit, erklärte Pantazis. Der CSU-Gesundheitspolitiker Pilsinger sprach sich für eine Beibehaltung des derzeitigen Systems aus.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.