Berlin
Merz, Warken, Linnemann und SPD-Vertreter beraten über geplante Pflegereform

Zwei Tage, bevor der Entwurf zur Pflegereform dem Bundeskabinett vorgelegt werden soll, diskutieren die Regierungsparteien weiter über die Inhalte.

    Außenansicht des Bundeskanzleramtes, es wirkt regnerisch. Ein Mann spaziert vorbei und eine Frau fährt auf dem Fahrrad vorbei.
    Außenansicht des Bundeskanzleramtes, es wirkt regnerisch. Ein Mann spaziert vorbei und eine Frau fährt auf dem Fahrrad vorbei. (picture alliance I Ipon | Stefan Boness)
    Wie die Bild-Zeitung meldet, sind am Abend auch Bundeskanzler Merz, Kanzleramtschefin Warken, Gesundheitsminister Linnemann und Vertreter des Finanzministeriums zu Beratungen im Kanzleramt zusammengekommen. Details der Gespräche sind nicht bekannt. Die SPD fordert Strukturreformen sowie Entlastungen der Versicherten und Pflegenden. So soll es nach ihrem Willen beispielsweise einen Pflegekostendeckel und eine stärkere Einbeziehung von Privatversicherten geben. Die SPD droht andernfalls mit einer Blockade der Reform. Der gesundheitspolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Pantazis, sagte im Deutschlandfunk, er erwarte ein Entgegenkommen der Union. Nur mit einem Sparpaket komme man nicht voran.
    Durch die Reform der Pflegeversicherung sollen Beitragserhöhungen verhindert werden. Die Pflegekassen warnen vor einem Defizit von zehn Milliarden Euro bis Ende des kommenden Jahres.
    Diese Nachricht wurde am 28.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.