Bundesregierung
Merz will Stromsteuer senken - Klingbeil äußert Zweifel an Finanzierung

Nach der zweitägigen Führungsklausur der CDU hat Parteichef und Bundeskanzler Merz die Absenkung der Stromsteuer für alle angekündigt.

    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (links) und Bundeskanzler Friedrich Merz /CDU) sitzen am 11.06.2026 im Bundestag. Merz erzählt Klingbeil offenbar etwas. Beide wirken angespannt.
    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (links) und Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundestag. (picture alliance / HMB Media / Marco Bader)
    Demnach sollen diese sowohl für Unternehmen als auch für Privatleute auf das europäische Minimum fallen. So hatten es Union und SPD bereits in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, bisher aber nicht umgesetzt. Man wolle mit dem Schritt auch eine Glaubwürdigkeitslücke schließen, erklärte Merz. - Bundesfinanzminister Klingbeil, SPD, äußerte jedoch Zweifel, ob die Senkung der Stromsteuer gegenfinanziert werden kann.
    Derzeit beträgt die Stromsteuer 2,05 Cent je Kilowattstunde. Bei einer Absenkung auf das europäische Minimum von 0,1 Cent müsste eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden laut Berechnungen des Verbraucherportals Verivox brutto rund 90 Euro weniger bezahlen.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.