
Von einer Einstimmigkeit seien die 27 Mitgliedsstaaten weit entfernt, sagte Merz anlässlich des zweitägigen EU-Gipfels in Brüssel. Er erwarte einen Abschluss der Verhandlungen nicht vor Jahresende. Merz rief erneut dazu auf, den Vorschlag der EU-Kommission für den Haushalt zu reduzieren. Forderungen von Staats- und Regierungschefs nach mehr Mitteln, beispielsweise für Landwirtschaft, könne er nicht nachvollziehen, betonte der CDU-Vorsitzende. Der Haushaltsentwurf für 2028 bis 2034 sieht eine Verdopplung des Budgets gegenüber dem laufenden Zeitraum vor. Dabei würde der deutsche Beitrag von bislang 32 auf 58 Milliarden Euro steigen.
Die Co-Vorsitzende der Grünen, Brantner, warf Merz eine Verweigerungshaltung vor. Europa müsse in diesen turbulenten geopolitischen Zeiten souveräner werden und mehr in innovative Technologien und Sicherheit investieren, sagte Brantner im Deutschlandfunk. Dies sei eben nicht kostenlos.
Weitere Themen des Gipfels in Brüssel sind die Handelsbeziehungen zu China, die US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof und der Ukraine-Krieg.
Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
