Investorengipfel in Berlin
Merz zufrieden mit zweitägigem Treffen

Zum Abschluss des Investorengipfels hat Bundeskanzler Merz eine positive Bilanz gezogen. Er erklärte in Berlin, insgesamt seien bislang rund 230 Milliarden Euro an Investitionen in Deutschland zugesagt worden.

    Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler, nimmt an einer Pressekonferenz auf dem Invest in Germany-Gipfel in der European School of Management and Technology (ESMT) teil.
    Bundeskanzler Merz beim Investitionsgipfel in Berlin (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Als Beispiele nannte er die US-Unternehmen Amazon, Nvidia und Microsoft, den französischen Pharmakonzern Sanofi sowie die deutsche Schwarz-Gruppe und den Energiekonzern RWE. In welchem Zusammenhang die Investitionen genau stehen und ob einige davon auch unabhängig von dem Gipfel getätigt wurden, blieb offen.
    Der CDU-Vorsitzende dankte den Unternehmen für ihr Vertrauen und versprach, die Investitionsbedingungen in Deutschland weiter zu verbessern. Dazu zählten weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen. Der Reformkurs werde fortgesetzt.

    Klingbeil fordert Strukturreformen

    Auch Vizekanzler und Finanzminister Klingbeil von der SPD zeigte sich optimistisch. Er sagte, Deutschland sei wieder auf einem Wachstumspfad. "Wir müssen uns weiter anstrengen." Strukturreformen müssten beschlossen werden.
    Wirtschaftsministerin Reiche, CDU, betonte, die Bundesregierung werde den Standort Deutschland weiter in der Welt bewerben müssen. Denn die Konkurrenz schlafe nicht.
    DIHK-Außenwirtschaftschef Treier sagte, die Investitionstätigkeit in Deutschland bleibe deutlich zu schwach. Im ersten Halbjahr 2026 hätten die privaten Investitionen noch immer rund elf Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau gelegen.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.