Region Toledo
Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien

In der spanischen Provinz Toledo sind bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen.

    Rettungskräfte sind am Unfallort eines Zugzusammenstoßes zwischen einem Renfe-AVE-Hochgeschwindigkeitszug und einem Iryo-Zug im Einsatz; der Vorfall ereignete sich etwa 150 Kilometer südlich von Madrid, zwischen Urda und Los Yebenes in der Provinz Toledo.
    Bei einem Zusammenstoß eines Hochgeschwindigkeitszuges südlich von Madrid kamen am Mittwoch 64 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. (AFP/OSCAR DEL POZO)
    Wie die Behörden der Region Kastilien-La Mancha mitteilten, kann die Zahl der Opfer noch steigen. Mindestens 80 Menschen seien teils schwer verletzt worden. In den beiden Zügen befanden sich insgesamt 540 Reisende.
    Ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe fuhr heute früh auf der Strecke zwischen Madrid und Sevilla auf einen stehenden Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo. Mehrere Waggons entgleisten und stürzten den Bahndamm herunter. Verkehrsminister Puente geht von menschlichem Versagen als Ursache aus. Nach einem vorübergehenden Ausfall der Sicherheitssysteme habe ein Mitarbeiter in einem Kontrollzentrum die Weiterfahrt des hinteren Zuges angeordnet, obwohl die Strecke nicht frei gewesen sei.
    Der Zugverkehr zwischen Madrid und der Region Andalusien wurde eingestellt. Auf der Strecke hatte es bereits im Januar einen schweren Unfall gegeben. Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in der Provinz Córdoba waren 45 Menschen gestorben.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.