
Das kündigte Ministerpräsident Sánchez an. Er zieht damit die Konsequenz aus einer innenpolitischen Blockade. Bei der Abstimmung über zwei Dekrete zur Bekämpfung der Krise auf dem Wohnungsmarkt hatte seine Minderheitsregierung am Freitag nicht die nötige Mehrheit erhalten.
In Umfragen liegt Sánchez' Sozialistische Partei derzeit hinter der konservative Opposition. Wenn die konservativen Volkspartei gemeinsam mit der rechtspopulistischen Vox-Partei auf eine Regierungsmehrheit käme, könnte erstmals seit dem Ende der Diktatur im Jahr 1975 eine extrem rechte Partei Teil der spanischen Regierung werden.
Sánchez regiert in Spanien seit 2018. In seinen drei Amtszeiten ging er Bündnisse mit Parteien der extremen Linken und regionaler Separatisten ein. Zuletzt kam es aber häufiger zu Streit zwischen den Partnern; so konnte die Regierung seit 2023 keinen Haushalt mehr verabschieden.
Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




