Oktoberfest
München erinnert an Opfer des rechtsextremistischen Terroranschlags von 1980

In München ist an die Opfer des rechtsextremistischen Oktoberfest-Attentats vor 46 Jahren erinnert worden.

    Ersthelfer Ramin Assisi spricht vor Publikum. Im Hintergrund der Haupteingang des Festes.
    Ramin Assisi, Ersthelfer am 26. September 1980, spricht bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Oktoberfest-Attentats. (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)
    Ein Fokus der jährlichen Gedenkfeier am Eingang des Festgeländes lag dieses Mal auf den Ersthelfern. Einer der damaligen Ersthelfer sagte in seiner Rede, den Schrei einer Frau über ihren gestorbenen Mann habe er nie vergessen. Auf dem Festgelände war zudem eine Durchsage zu hören, in der die Namen der Todesopfer verlesen wurde.
    Bei dem Terroranschlag vom 26. September 1980 wurden zwölf Besucher sowie der Täter durch eine Bombe am Haupteingang getötet, mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Das Attentat wurde trotz gegenteiliger Indizien über Jahrzehnte als Einzeltat aus persönlichem Frust eingeordnet. Erst 2020 stellte die Bundesanwaltschaft bei einer Wiederaufnahme des Verfahrens offiziell fest, dass der Täter aus rechtsextremistischer Motivation heraus gehandelt hatte. Er wollte die damalige Bundestagswahl beeinflussen, um den Weg zu einem neuen Führerstaat nach NS-Vorbild zu bereiten.
    Diese Nachricht wurde am 26.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.