Bundesanwaltschaft
Mutmaßlicher Russland-Spion in Brandenburg festgenommen

In Brandenburg ist ein Mann festgenommen worden, der für Russland spioniert haben soll.

    "Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof" steht auf einem Schild am Eingang zum Gebäude der Bundesanwaltschaft.
    Bundesanwaltschaft (Archivbild) (dpa / Christoph Schmidt)
    Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe teilte mit, dem ukrainischen Staatsbürger werde geheimdienstliche Agententätigkeit vorgeworfen. Seit Juli 2025 soll er über einen Mittelsmann in Kontakt mit einem russischen Nachrichtendienst gestanden haben. Der Beschuldigte werde morgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt.
    Der Mann soll militärische Informationen über die Produktion von Panzerfahrzeugen, Munition und Sprengstoffen gesammelt haben. Er habe zudem Daten über Personal und militärische Anlagen an Standorten zur Sicherung der NATO-Ostflanke abgegriffen. Nach Informationen des Spiegel soll sich ⁠der Mann vor allem für die ‌Litauen-Brigade der Bundeswehr ⁠interessiert haben.
    Bundeskanzler Merz wertete die Festnahme als Erfolg und warnte zugleich vor einer intensiven Spionagetätigkeit des russischen Geheimdienstes in Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 22.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.