Treibstoff
Nach G7-Einigung: Trump schließt Diesel-Exportstopp aus - und lobt Europäer

US-Präsident Trump hat die Entscheidung der G7-Staaten begrüßt, erhebliche Mengen Diesel und Rohöl aus ihren Reserven freizugeben.

    US-Präsident Trump steht an einem Rednerpult zwischen der US-Flagge und der Regierungsfahne.
    US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus (Archivbild). (picture alliance / AdMedia)
    Trump sagte im Weißen Haus in Washington, seine Regierung verzichte deshalb auf einen Exportstopp für Diesel. Mit dieser Maßnahme hatte er zunächst gedroht, um die europäischen Staaten zur Freigabe ihrer Reserven zu bewegen. Ein US-Exportstopp hätte die Versorgung insbesondere in der EU beeinträchtigen können, da sie derzeit rund die Hälfte ihrer Dieselimporte aus den USA bezieht.
    Die G7-Staaten hatten gestern bei einer Videokonferenz die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven vereinbart.
    Trumps Drohung wird von Beobachtern auf die im November stattfindenden Kongress-Zwischenwahlen zurückgeführt. Auch in den USA sind die Treibstoffpreise wegen des Iran-Kriegs stark gestiegen.
    In Deutschland kritisierten die Grünen die Entscheidung der G7-Staaten. Ihr Bundestagsabgeordneter Kellner sagte der Nachrichtenagentur afp, die Reserven seien für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwämmen.
    Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.