Frankreich
Nach Protesten: Premierminister Lecornu führt Gespräche mit Gewerkschaften

Frankreichs Premierminister Lecornu führt wegen der anhaltenden Proteste im Land Gespräche mit Gewerkschaften.

    Frankreich, Paris: Der französische Ministerpräsident Sébastien Lecornu nimmt an einer interministeriellen Krisensitzung im Innenministerium teil.
    Der französische Ministerpräsident Sébastien Lecornu (JULIEN DE ROSA/Pool AFP/AP/dpa)
    Beteiligt ist etwa die CGT, die eine der treibenden Kräfte der Demonstrationen ist. Die Gewerkschaft fordert von der Regierung eine Erhöhung des Mindestlohns, einen Inflationsausgleich bei den Gehältern sowie mehr Investitionen in Schulen und öffentliche Dienstleistungen. Bei den Gesprächen zwischen Lecornu und den Gewerkschaften soll es auch darum gehen, wie die Demonstrationsfreiheit gewährleistet werden kann.

    Auch in der Nacht wieder Beschränkungen

    Nach den Ausschreitungen am vergangenen Wochenende hatte es in der vergangenen Nacht in mehreren Städten erneut nächtliche Ausgangssperren gegeben. Beschränkungen galten unter anderem in Teilen von Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux, Nizza und Lille.
    Mit Blick auf geplante weitere geplante Demonstrationen am Wochenende hatte Lecornu bereits angekündigt, die Zahl der Sicherheitskräfte massiv zu erhöhen. Dabei sollen auch Kräfte der Anti-Terror-Einheit "Sentinelle" zum Einsatz kommen. Die Gewerkschaften betonten, dass ein Großteil der hunderttausenden Demonstranten friedlich gewesen sei. An den Kundgebungen am Wochenende will sich auch die sogenannte Gelbwesten-Bewegung beteiligen.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.