Geldwäsche-Netzwerk
Nach Razzia gegen Hells Angels-Mitglieder: Ermittlungen aufgenommen, Hinweistelefon eingerichtet

Nach den bundesweiten Razzien gegen ein internationales Geldwäschenetzwerk haben die Behörden Ermittlungen gegen 71 Beschuldigte aufgenommen.

    Razzia gegen Geldwäsche bei den Hells Angels: Mehrere schwarz gekleidete bewaffnete Polizisten mit schusssicheren Westen und Sturmhauben stehen in Duisburg vor einem Gebäude.
    Razzia gegen Geldwäsche in Duisburg am 30.9 (Christoph Reichwein / dpa )
    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft richten sich die Vorwürfe vor allem gegen die Führungsebene der Rockergruppe "Hells Angels" in Duisburg. Zwei Hauptbeschuldigte sollen die Rädelsführer sein; anderen hochrangigen Mitgliedern werden schwere Gewaltdelikte wie Erpressung und Nötigung vorgeworfen. Die Polizei Duisburg hat ein Hinweistelefon eingerichtet: Bürger können dort Angaben zu möglichen Schutzgelderpressungen und anderen Straftaten machen.
    Mehr als 1.000 Einsatzkräfte hatten gestern rund 130 Objekte in Nordrhein-Westfalen, in weiteren Bundesländern sowie im europäischen Ausland durchsucht. Dabei wurden 14 Haftbefehle vollstreckt und fast 50 Millionen Euro eingezogen. Die Einsätze dauern an.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.