
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes waren das fast doppelt so viele wie im September des vergangenen Jahres. Noch beliebter waren Hybrid-Autos, die Elektro- und Verbrennerantrieb miteinander kombinieren; von diesen Fahrzeugen wurden fast 99.000 neu zugelassen. Der Anteil reiner Verbrenner-Fahrzeuge ging zurück und lag bei nur noch gut einem Viertel der Neuzulassungen. Besonders stark war der Rückgang bei Dieselautos.
E-Auto-Prämie wirkt
Neben den gestiegenen Kraftstoffpreisen dürfte nach Ansicht von Experten auch die neue E-Auto-Prämie viele Käufer angelockt haben: Nach Regierungsangaben wurde der Zuschuss bislang an mehr als 100.000 Antragssteller ausgezahlt. Bundesumweltminister Schneider sagte der "Bild"-Zeitung, das Förderprogramm habe die Erwartungen weit übertroffen. Jedes zusätzliche Elektroauto schütze die Haushalte vor hohen Spritpreisen und mache das Land unabhängiger von teuren Ölimporten sowie internationalen Konflikten, fügte der SPD-Politiker hinzu. Das Geld komme zudem Menschen zugute, die zuvor nicht an den Kauf eines E-Autos gedacht hätten. Ihm sei besonders wichtig, dass die soziale Komponente bei der Förderung wirke.
Wenige Anträge für chinesische Autos
Zuvor hatten Experten davor gewarnt, dass die nach Einkommen gestaffelte Prämie von bis zu 6.000 Euro kaum deutschen Herstellern zugutekommen würde, da chinesische Anbieter das günstige Preissegment dominierten. Ersten Auswertungen zufolge entfallen bislang weniger als 15 Prozent der Anträge auf Fahrzeuge aus China. Insgesamt stehen für das Programm Fördermittel in Höhe von drei Milliarden Euro bereit.
Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
