Europa
Nationalistische Parteien bei Wahlen in Bosnien-Herzegowina vorne

Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina zeichnet sich ein Erfolg der nationalistischen Kräfte ab.

    Der Vorsitzende der Allianz der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD), Milorad Dodik, spricht während einer Pressekonferenz nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Parlamentswahlen in Banja Luka, Bosnien.
    Der Vorsitzende der Allianz der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD) in Bosien-Herzegowina, Milorad Dodik (picture alliance / AP Photo / Radivoje Pavicic)
    Der frühere bosnisch-serbische Präsident Dodik erklärte nach Auszählung fast aller Stimmen den Sieg seiner Partei im serbischen Landesteil. Er selbst durfte nicht kandidieren, er war wegen Überschreitung seiner Befugnisse verurteilt worden. Hintergrund waren seine Bestrebungen, die Republika Srpska vom Gesamtstaat abzuspalten. Er dankte dem russischen Präsidenten Putin und US-Präsident Trump. Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr Sanktionen gegen Dodik aufgehoben.
    In das dreiköpfige Staatspräsidium wurden der sozialdemokratische Bosniake Becirovic, die nationalistische Serbin Cvijanovic und die nationalistische Kroatin Filipovic gewählt.
    Auch der ehemalige Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Schmidt, sieht das Wahlergebnis als Bestätigung für die Nationalisten. Schmidt sagte im Deutschlandfunk, diese Spaltung erschwere dem Land den Weg in die Europäische Union.
    Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.