Schwarzmeerregion
NATO verstärkt Überwachung nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe

Nach mehreren Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor den Küsten Bulgariens und Rumäniens verstärkt die NATO ihre Überwachung der Schwarzmeerregion. Das Bündnis will zusätzliche Mittel für Aufklärung und forensische Analysen in die Region entsenden.

    Eine Flagge mit dem Logo der Nato weht im Wind.
    Die NATO verstärkt ihre Überwachung in der Schwarzmeerregion. (picture alliance / dpa / Elisa Schu)
    Die Initiative kündigte eine Sprecherin des Verteidigungsbündnisses nach einer Sitzung der NATO-Botschafter in Brüssel an. Bulgariens Regierungschef Radew erklärte, die Maßnahmen erfolgten auf Bitte seines Landes. Ein Aufklärungsflugzeug der US-Marine sei bereits in der Hafenstadt Warna eingetroffen.

    Zwei Handelsschiffe versenkt

    Seit Anfang Oktober häuften sich Zwischenfälle vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens. Die Angriffe werden Russsland zugeschrieben. Im Oktober waren vier Handelsschiffe nahe der bulgarischen Küste angegriffen worden. Zwei von ihnen sanken; mehrere Seeeleute werden vermisst.
    Das Schwarze Meer gilt als wichtige Route für den weltweiten Export von Getreide, Energie und Rohstoffen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas warnte, Russland könne mit der Intensivierung seiner Angriffe in der Region eine weltweite Ernährungskrise verschärfen. Sie forderte Moskau auf, die Ausfuhr ukrainischen Getreides nicht weiter zu behindern.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.