UNO-Vollversammlung
Nepals Regierungschef bezeichnet Sturzflut als "Warnung an die Welt"

Der nepalesische Regierungschef Balendra Shah hat die verheerende Sturzflut im Himalaya als "Warnung an die Welt" bezeichnet.

    Eine Luftaufnahme zeigt die Folgen der Überschwemmungen entlang des Bhotekoshi-Flusses, von denen am 28. August 2026 tief liegende Gebiete und Siedlungen in Ufernähe in Nuwakot, Nepal, betroffen waren.
    Experten sind sich einig, dass der Klimawandel Katastrophen wie in Nepal wahrscheinlicher macht. (picture alliance / NurPhoto / Ambir Tolang)
    Die Überschwemmungen im August seien nicht nur eine lokale Tragödie gewesen, sagte Shah während der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, Nepal bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen. Sein Land habe weniger als 0,1 Prozent zu den weltweiten Treibhausgasemissionen beigetragen. Man habe diese Krise nicht verursacht, zahle aber den Preis dafür. Shah plädierte zudem für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Nepal und seinen Nachbarländern Indien und China. Ziel sei es, Satellitendaten und Fachwissen auszutauschen, Gletscherseen zu überwachen und gemeinsame Frühwarnsysteme zu stärken.
    Ende August waren bei einer gigantischen Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet tausende Menschen mitgerissen und verschüttet worden. Nach Einschätzung von Experten wurde die Sturzflut durch einen Gletscherabbruch ausgelöst.
    Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.