Nach Niedrigwasser
Neue "Allianz Wasserstraße" fordert rasche Modernisierung von Infrastruktur und Flotte

Große ​Unternehmen der Binnenschifffahrt haben sich als Reaktion auf Infrastrukturprobleme und längere Niedrigwasserphasen zusammengeschlossen.

    Niedrigwasser im Rhein, es fallen die Ufer trocken, die Schifffahrt kann nur mit verringerter Ladung und Geschwindigkeit fahren.
    Unter anderem wegen des Niedrigwassers haben sich Binnenschifffahrts-Unternehmen zur "Allianz Wasserstraße" zusammengeschlossen. (picture alliance / Jochen Tack / Jochen Tack)
    Die "Allianz Wasserstraße" wolle den Ausbau der Infrastruktur ‌und die ⁠Modernisierung der Flotte vorantreiben, ⁠teilten die Unternehmen mit. Sie betonten, dass die deutsche Industrie ohne Binnenschifffahrt nicht arbeitsfähig sei. Ein Großteil der Schleusen und Wehre seien so ​marode, dass sie die Binnenschifffahrt massiv beeinträchtigten, warnte die Allianz. Das Bündnis sieht für Deutschland zudem den Bedarf von ‌250 bis 300 neuen ⁠Schiffen, die für Niedrigwasser ausgelegt sind.
    Die Binnenschifffahrt verbindet die Seehäfen mit den Industriezentren an Rhein, Ruhr, Main, Neckar und Mosel. 2025 transportierte sie nach ⁠Angaben ⁠des Statistischen Bundesamtes mehr als 171 ⁠Millionen Tonnen Güter wie Kohle, Mineralöl oder ⁠Agrargüter.
    Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.