Vor Amtsantritt
Neue Bundesbeauftragte: "Antisemiten fürchten keine Konsequenzen mehr"

Die neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, von Schnurbein, kritisiert eine offene und schamlose Verbreitung von Antisemitismus in Deutschland.

    Das Bild zeigt Katharina von Schnurbein gestikulierend während einer Pressekonferenz.
    Katharina von Schnurbein wird neue Antisemitismusbeauftragte (John Macdougall / AFP / POOL / dpa)
    Man sei an einer Stelle angelangt, wie es sie seit der Schoah wahrscheinlich nie gegeben habe, sagte die Politikwissenschaftlerin der "Rheinischen Post“. Zwar sei Antisemitismus nie weg gewesen, doch wer heute antisemitische Aussagen mache, befürchte keine Konsequenzen mehr. Vielmehr aber müssten Straftaten konsequent verfolgt werden. In diesem Zusammenhang verwies von Schnurbein auf die extremen Ränder des politischen Spektrums. Zwar könnten sich Islamisten, Linke und Rechte sonst nur auf sehr wenig einigen, wohl aber auf Antizionismus und Antisemitismus.
    Von Schnurbein tritt heute ihr Amt als Nachfolgerin des scheidenden Antisemitismusbeauftragten, Klein, an.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.