Italien
Neue Ermittlungen im Mordfall Pasolini

Mehr als 50 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des italienischen Filmemachers Pier Paolo Pasolini hat die Staatsanwaltschaft in Rom neue Ermittlungen eingeleitet.

    Pier Paolo Pasolini und Ninetto Davoli stehen an einem Filmset hinter der Kamera.
    Pasolini (links) war Kommunist und Homosexueller, Querdenker und visionärer Dichter, Atheist und religiöse Seele. (imago / UIG)
    Grund sind neue Hinweise zu dem bis heute ungeklärten Verbrechen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Der vielfach preisgekrönte Regisseur war im November 1975 tot am Strand des Küstenorts Ostia in der Nähe von Rom gefunden worden. Zunächst wurde der damals 17-jährige Sexarbeiter Giuseppe Pelosi wegen der Tat verurteilt. Schon damals wurde jedoch vermutet, dass Pasolini Opfer eines Komplotts gewesen sein könnte und es Mittäter gab. 2005 widerrief Pelosi seine frühere Darstellung, alleiniger Täter gewesen zu sein, und behauptete, drei sizilianisch sprechende Männer hätten Pasolini getötet.
    Pier Paolo Pasolini machte Filme wie "Große Vögel, kleine Vögel" oder "Die 120 Tage von Sodom". Er galt als einer der bedeutendsten Intellektuellen Italiens.
    Diese Nachricht wurde am 02.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.