Migration
Neue Zahlen: 72 Tote bei Massenandrang von Migranten auf Ceuta

Während des Massenandrangs auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sind nach neuen Behördenangaben mindestens 72 Migranten ums Leben gekommen.

    Migranten versuchen am 30. Juli 2026 von Marokko aus in die spanische Enklave Ceuta zu gelangen. Eine grosse Gruppe schwimmt und klettert die Felsen zum Grenzzaun hoch.
    Migranten versuchen am 30. Juli 2026 von Marokko aus in die spanische Enklave Ceuta zu gelangen. (picture alliance / AP / Antonio Sempere )
    Bisher lag die Zahl der offiziell bestätigten Toten bei 67. Einsatzkräfte suchen weiter das Meer ab. Spanische Soldaten und Polizisten patrouillieren in den Straßen von Ceuta, wo sich die Lage inzwischen weitgehend beruhigt hat. Im Verlauf der Woche waren nach spanischen Regierungsangaben bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen. Laut dem Innenministerium in Madrid kehrten fast alle nach Marokko zurück.
    Die Geschehnisse in Ceuta lösten Streit innerhalb der Europäischen Union aus. Mit der Migrationspolitik befassen sich die EU-Innenminister deshalb auf einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung am Dienstag.
    Diese Nachricht wurde am 02.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.