Konjunktur
Neues BDI-Grundsatzpapier: Industrie will unabhängiger von China und USA werden

Die ​deutsche Industrie mahnt sich selbst in einem Grundsatzpapier zu einer stärkeren Unabhängigkeit von China und den USA.

    Arbeiter einer Tiefbaufirma arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle. Im Hintergrund steht ein Mini-Bagger.
    Wirtschaftsforschungsinstitute heben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr. (picture alliance / dpa / Frank Hammerschmidt)
    Risiken besser ‌zu verteilen, das sogenannte ⁠De-Risking, müsse konsequenter ⁠verfolgt werden, heißt es in den Überlegungen des Branchenverbands BDI. Was genau daraus folgt, blieb aber offen. Die Spitzenorganisation der Verbände mit ihren rund 100.000 Einzelunternehmen bekennt sich zum Umbau der Wirtschaft für den Klimaschutz, fordert aber kurzfristige Hilfen. Zu den Forderungen zählen eine Rückkehr zur Ausgabendisziplin der öffentlichen Hand und ein Festhalten an der Schuldenbremse im Grundgesetz. Vor dem Hintergrund der Debatte über Reformen fordert der Bundesverband der Deutschen Industrie, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zur obersten Priorität zu erklären.
    Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten gestern ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr angehoben. Sie erwarten nach eigenen Angaben eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 Prozent. Im Frühjahr lag die Prognose noch bei 0,6 Prozent. Die Wirtschaftsforscher wiesen jedoch darauf hin, dass der Aufschwung auf einem schmalen Fundament stehe. Reformen müssten jetzt umgesetzt werden.
    Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.