Münster
Nur geringer Protest gegen Friedenspreisverleihung an NATO

Die Proteste gegen die Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an das transatlantische Militärbündnis NATO sind deutlich geringer ausgefallen als erwartet.

    Vor der Kirche steht eine aufblasbare Skulptur mit zwei Händen, die ein Gewehr zerbrechen. Daneben Demonstranten. Im Vordergrund unscharf zwei Polizisten.
    Protest in Münster am Rande der Verleihung des internationalen Preises des Westfälischen Friedens 2026. (Fabian Strauch / dpa )
    Laut Polizei versammelten sich in Münster bei mehreren Versammlungen insgesamt rund 350 Teilnehmer. Angemeldet waren 2.000.
    Generalsekretär Rutte hatte die Auszeichnung gestern im Rathaus entgegengenommen. Im Anschluss appellierte er im WDR an die Regierungen und die Bevölkerungen der Mitgliedsländer, trotz der Bedrohungen aus Russland ruhig zu bleiben. Die NATO sei so viel stärker als Russland, betonte Rutte. Kreml-Chef Putin wisse das, deswegen versuche er, das Bündnis zu spalten.
    Bundeskanzler Merz hielt eine außenpolitische Grundsatzrede in Münster. Darin machte er deutlich, dass sich die Bundesregierung auf weitere hybride Angriffe einstelle - auch auf schwere.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.