Medienbericht
Operation Puppet Master: US-Heimatschutz spionierte linke Organisationen aus

In den USA hat das Heimatschutzministerium einem Medienbericht zufolge linksgerichtete Organisationen ausspioniert.

    Die Fahnen der USA und der Heimatschutzbehörde wehen untereinander.
    Die Fahnen der USA und der Heimatschutzbehörde wehen untereinander. (picture alliance / AP Photo / Eric Gay)
    Laut dem britischen "Guardian" legte das Ministerium ein umfassendes Überwachungsprogramm auf, nachdem der 37-jährige Krankenpfleger Alex Pretti Ende Januar in Minnesota bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE erschossen wurde. Demnach entsandte die Behörde verdeckte Ermittler zu Bürgerversammlungen, infiltrierte verschlüsselte Chats und beschaffte Finanzdaten von Gewerkschaften und anderen Organisationen. Das Programm firmierte unter dem Codenamen "Operation Puppet Master" und diente dazu, Informationen über Anti-ICE-Demonstranten zu sammeln.
    Der "Guardian" beruft sich sich in seiner Darstellung auf verschiedene Gerichtsakten. Die durch das Heimatschutzministerium auf diese Weise gesammelten Informationen hätten zu insgesamt 15 Anklagen geführt, heißt es in dem Bericht weiter.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.