Untersuchung
Oxfam: So viel tragen Milliardäre zum Klimawandel bei

Die Privatjets von Superreichen verursachen in nur zwei Sekunden mehr klimaschädliche CO2-Emissionen als ein Mensch aus den ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung im gesamten Jahr. Das geht aus einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor.

    Ein Privatjet hebt südwestlich von London ab.
    Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat die Klimabilanz von Superreichen untersucht (Symbolbild). (AFP / JUSTIN TALLIS)
    Oxfam hat in der Untersuchung auch analysiert, worin Milliardäre weltweit 2025 ihr Geld investiert haben. Das Ergebnis: Rund 70 Prozent der Investments sind in klimaschädliche Sektoren wie Öl, Gas oder Chemie geflossen. Bei den 49 Deutschen unter den Milliardären lagen die Investitions-Emissionen demnach mit durchschnittlich rund 705.000 Tonnen sogenannter CO2-Äquivalente weit über dem internationalen Schnitt.
    Die Entwicklungsorganisation legt ihren Bericht knapp zwei Wochen vor der UNO-Weltklimakonferenzvor. Diese beginnt am 9. November in Antalya in der Türkei. Oxfam fordert unter anderem eine höhere Besteuerung von sogenannten Superreichen und mehr Hilfen für wirtschaftlich benachteiligte Länder und ärmere Menschen bei der Bewältigung der Klimakrise.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.