
Das neue Unternehmen wird von dessen Sohn David geführt und steht nun vor einer komplexen Integration und muss dabei eine Schuldenlast von Dutzenden Milliarden Dollar bewältigen. In Hollywood herrscht nun die Sorge vor einem größeren Stellenabbau, während etwa die Demokraten eine politische Einflussnahme Ellisons auf den Warner-Nachrichtensender CNN befürchten. Dessen Familie hatte erst im vergangenen Jahr Paramount übernommen. Warner ist bekannt unter anderem für Filmreihen wie "Batman", "Superman" und "Harry Potter", Paramount bringt unter anderem die Marken "Mission: Impossible" und "Star Trek" ein.
Sorge um CNN
Das Schicksal von CNN bekam in Debatten um die Übernahme besondere Aufmerksamkeit. Der Sender berichtet oft kritisch über US-Präsident Trump. Dieser wettert oft gegen den Sender und verbannte ihn zuletzt aus dem Weißen Haus. Ellison ist fest im Trump-Lager etabliert und der Paramount-Sender CBS schlug nach der Übernahme des Konzerns durch seine Familie einen freundlicheren Ton gegenüber dem Präsidenten und dessen Regierung an. Kritiker des Warner-Deals warnten deswegen davor, dass CNN in der Hand der Ellisons die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Paramount sagte zu, ein unabhängiges redaktionelles Aufsichtsgremium für den Sender zu bilden. Der bisherige Chefredakteur Mark Thompson soll den Sender weiterführen dürfen.
Konzessionen für Übernahme-Genehmigung
Paramount sagte im monatelangen Ringen um die Fusion unter anderem zu, in den ersten zwei Jahren nach dem Zusammenschluss mindestens 30 Filme der beiden Studios pro Jahr in die Kinos zu bringen. In den drei Jahren danach sollen es noch einige mehr sein. Für jeden Film, den die Studios darunter liegen, soll eine Zahlung von 30 Millionen Dollar fällig werden. Außerdem wird der neue Dachkonzern mit dem Namen Skydance in den kommenden fünf Jahren zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar für Produktionen in den USA ausgeben.
Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts des Hollywood-Urgesteins verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
