Ungarn
Parlament beschließt Änderungen an LGBTQ-Gesetz aus Orban-Zeit

In Ungarn hat das Parlament ein Gesetz gegen queere Menschen aus der Zeit des früheren Ministerpräsidenten Orbán reformiert.

    Blick in das besetzte Parlament in Budapest
    Das ungarische Parlament (Archivbild) (picture alliance / NurPhoto / Balint Szentgallay)
    Die Abgeordneten stimmten dafür, Passagen zu streichen, die die Darstellung von Homosexualität beispielsweise in Filmen und Serien für Minderjährige untersagt hatten. Seit Mai regiert in Ungarn der pro-europäische Ministerpräsident Magyar. Seine Partei verfügt im Parlament über eine Zweidrittelmehrheit.
    Das Gesetz war 2021 von der damaligen rechtsnationalistischen Regierung erlassen worden. Begründet wurde es mit dem Kinder- und Jugendschutz. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschied im April, dass das ungarische Gesetz gegen die Grundrechte-Charta der EU verstößt.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.