Parlamentswahl
Serbien steht vor einem Machtwechsel - Vucic räumt Niederlage ein

Serbien steht nach der Parlamentswahl vor einem Machtwechsel. Der ehemalige Staatspräsident Vucic räumte die Niederlage seiner Partei gegen die sogenannte Studentenliste ein. Das neue Bündnis mit ihrem Spitzenkandidaten Ilija Srdanovic erzielte serbischen Medien zufolge mit mehr als 51 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit.

    Menschen jubeln vor einem großen Bildschirm, der Aleksandar Vucic zeigt.
    Nach der Erklärung von Vucic bildeten sich in mehreren Städten Jubeltrauben auf den Straßen. (IMAGO / ZUMA Press / IMAGO / Daniel Alfoldi)
    Die Studentenliste ging aus einer Protestbewegung hervor, die sich nach dem Einsturz eines Bahnhofsdachs in der Stadt Novi Sad vor zwei Jahren gebildet hatte.
    Vucic hätte bei einem Wahlsieg seiner SNS Regierungschef werden wollen. Er bestimmte in wechselnden Funktionen seit 2012 die Politik in Serbien. Kritiker warfen seiner autoritär geführten Regierung demokratische Defizite, Medienkontrolle und Korruption vor.
    Nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses kam es in mehreren serbischen Städten zu Feierlichkeiten auf den Straßen.
    Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.