Die Linke
Partei-Chefin Schwerdtner weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück

Die Bundesvorsitzende der Linken, Schwerdtner, hat Antisemitismus-Vorwürfe gegen ihre Partei zurückgewiesen.

    Ines Schwerdtner, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, steht an einem Rednerpult und gestikuliert mit beiden Händen. Am Rednerpult ist ein Schild angebracht, auf dem steht, "Die Linke" und "NRW".
    Ines Schwerdtner, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, spricht bei der Landesvertreterversammlung ihrer Partei in Hagen. (picture alliance / dpa / Roberto Pfeil)
    Man werde angegriffen, weil man sich für das Völkerrecht und für die Menschen in Palästina einsetze, sagte Schwerdtner bei der Landesvertreterversammlung der nordrhein-westfälischen Linken in Hagen. Man werde auch attackiert, weil man von Völkermord im Gazastreifen spreche. Die israelische Regierung zu kritisieren, sei aber kein Antisemitismus. Schwerdtner behauptete zudem, es gebe eine Hetzkampagne der politischen Gegner, weil sich die Linke mit Reichen und Mächtigen und auch mit den Immobilienkonzernen anlege.

    Linke in Berlin: Immer wieder antiisraelische Positionen und Antisemitismus-Vorwürfe

    Politiker der Linken in Berlin fallen immer wieder mit antiisraelischen und teils auch als antisemitisch wahrgenommenen Positionen auf. Zum Beispiel stellt die Neuköllner Abgeordnete Emde immer wieder das Existenzrecht Israels in Frage. Der Linken-Politiker Abed nannt im Oktober vergangenen Jahres den Bürgermeister aus Neuköllns israelischer Partnerstadt Bat Yam einen "Völkermörder". Bei der Wahlparty der Linken in Neukölln wurde der Bundestagsabgeordnete Koçak neben Ibrahim Ibrahim fotografiert, der für israelfeindliche Ansichten bekannt ist und als Unterstützter der Volksfront für die Befreiung Palästinas gilt, die von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird.
    Bei einer Wahlkampfveranstaltung der Partei für das Abgeordnetenhaus hatte ein propalästinensischer Rapper zu Gewalt gegen die israelische Armee aufgerufen. Zuschauer tanzten und klatschten nach Medienberichten, die anwesenden Politiker hätten nicht reagiert. Den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte die Linke auf einem Landesparteitag 2024 nicht klar verurteilt. Ein Antrag dazu hatte keine Mehrheit erhalten. Mehrere ehemalige Linken-Senatoren, darunter Klaus Lederer, Elke Breitenbach und Sebastian Scheel, waren als Folge aus der Partei ausgetreten.
    Diese Nachricht wurde am 18.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.