
Wie die Karlsruher Behörde mitteilte, wurde auch ein ehemaliger BND-Mitarbeiter wegen Beihilfe verhaftet. Hanning leitete den Bundesnachrichtendienst von 1998 bis 2005. Ihm wird vorgeworfen, über Jahre hinweg geheime BND-Dokumente für eine private Beratertätigkeit genutzt zu haben. Nach Information des Magazins "Spiegel" gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass Hanning eine Analyse für den Geheimdienst Aserbeidschans erstellt haben könnte. Die Bundesanwaltschaft äußerte sich nicht dazu.
Als Konsequenz aus dem Vorfall forderte Unions-Fraktionschef Frei eine Reform der Geheimdienste. SPD-Fraktionschef Miersch und der Grünen-Politiker von Notz mahnten schärfere Regelungen für ehemalige Spitzenkräfte der Nachrichtendienste an.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
