Literaturpreis
Philippe Jaenada gewinnt den "Prix Goncourt"

Der französische Literaturpreis "Prix Goncourt" geht in diesem Jahr an Philippe Jaenada für seinen Roman: "L'Inconnue du quai de Javel". Das gab die Académie Goncourt unter Juryvorsitz des Autors Philippe Claudel nach ihrer Schlusssitzung im Pariser Restaurant Drouant bekannt.

    Der französische Schriftsteller Philippe Jaenada posiert für eine Fotosession am Rande des 28. Literaturfestivals "Les Correspondances" in Manosque, Südostfrankreich,
    Der französische Schriftsteller Philippe Jaenada gewinnt den französischen Literaturpreis "Prix Goncourt". (AFP / JOEL SAGET)
    Der 62-jährige Schriftsteller setzte sich im ersten Wahlgang mit sechs zu drei Jurystimmen gegen Sylvain Prudhomme durch. Jaenada gilt als Spezialist für historische Kriminalfälle und war laut der Zeitung Le Monde bereits viermal für den Prix Goncourt nominiert. In diesem Jahr stand er zum ersten Mal in der Endrunde. In seinem Gewinner-Roman geht es um die Ermittlungen nach einem realen Mord an einer jungen Frau im Jahr 1949. Sie war damals eines der gefragtesten Modelle der Künstler von Montparnasse.
    Der Prix Goncourt hatte in diesem Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil er den kanadisch-haitianischen Schriftsteller Thélyson Orélien von der Liste der Finalisten gestrichen hatte. Dessen kanadischer Verlag hatte bestätigt, dass der Autor beim Schreiben seines Buches "C’était ça ou mourir" künstliche Intelligenz genutzt hat.
    Diese Nachricht wurde am 03.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.