
Die Übergabe fand in der Frankfurter Paulskirche statt. In seiner Rede warf er Deutschland wörtlich "unanständiges Schweigen" im Umgang mit Israel vor. Völkerrechtsverletzungen müssten klar benannt werden - gerade unter Freunden. Das sei nicht antisemitisch und nicht Anti-Israelisc - es sei die Wahrheit, sagte der Preisträger, der Nachfahre von Holocaustüberlebenden ist.
Sands ist Professor in London und arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels würdigte ihn als engagierten Humanisten. Sands trete trotz wachsender Widerstände unermüdlich für Menschenrechte ein und ringe um Gerechtigkeit und Verständigung, hieß es in der Begründung des Stiftungsrats. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Börsenverein vergibt den Preis seit 1950.
Diese Nachricht wurde am 11.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
