
Ursache ist die Blüte der giftigen Goldalge, wie die Behörde mitteilte. Derzeit würden regelmäßige Einsatzpatrouillen zu Wasser und an Land die Lage überwachen, außerdem würden die verendeten Fische an dem betroffenen Abschnitt des Kanals entnommen. Bis auf weiteres wurde auch der Betrieb von zwei Schleusen ausgesetzt. So will man die Ausbreitung der Goldalge auf weitere Kanalabschnitte verhindern. Sollte dies nicht gelingen, erwägt die Wasserbehörde die kontrollierte Einleitung von Wasserstoffperoxid, das die Zellen der Goldalge zerstört.
Fischsterben im Sommer 2022
Im Sommer 2022 war es in der Oder zu einem massenhaften Fischsterben gekommen. Experten in Deutschland und Polen kamen zu dem Schluss, dass höchstwahrscheinlich die toxische Wirkung einer Blüte der giftigen Goldalge Prymnesium parvum den Tod der Fische verursacht hatte. Damals verendeten laut einem Abschlussbericht Fische mit einem Gesamtgewicht von insgesamt rund 360 Tonnen.
Der 1939 in Betrieb genommene Gleiwitzer Kanal ist 41 Kilometer lang und verbindet die oberschlesische Großstadt Gleiwitz (Gliwice) mit der Oder. Zuletzt wurde dort im Sommer 2024 erneut eine große Menge toter Fische geborgen. Die Behörden ordneten seinerzeit eine Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff an und leiteten Wasserstoffperoxid ein.
Diese Nachricht wurde am 23.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
