
Merz habe sich hier semantisch etwas vertan, sagte Polenz im Deutschlandfunk. Die Grünen unittelbar nach der Landratswahl im thüringischen Sonneberg als Hauptgegner zu bezeichnen, hätten viele so verstanden, als verharmlose er die AfD. Polenz meinte weiter, die Strategie im Umgang mit der AfD müsse sein, sie als das zu benennen, was sie sei. Es handle sich um eine faschistische Partei. Deshalb könne man unter keinen Umständen mit ihr zusammenarbeiten, auch nicht auf kommunaler Ebene. Insgesamt zeige die Union zu wenig Alternativen zur Politik der Ampel auf. Wenn die Union nicht nur die Regierung angreife, sondern eigene Positionen präsentiere, unterscheide sie sich sofort von der AfD. Das erkenne auch Merz, betonte Polenz, aber manchmal finde er nicht die richtigen Worte.
Auch andere CDU-Politiker hatten die Äußerungen von Merz kritisiert, darunter Vize-Parteichef Jung und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther.
Diese Nachricht wurde am 30.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
