Stolperstein-Beschluss in Heidenau
Prien spricht von Skandal und sieht CDU in Sachsen in der Pflicht

Der Beschluss des Stadtrats im sächsischen Heidenau, keine weiteren Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus zu verlegen, stößt auf Kritik.

    Stolpersteine auf einem Gehweg in Köln.
    Stolpersteine in Köln (picture alliance / Rene Traut Fotografie / Rene Traut)
    Israels Botschafter Prosor erklärte, er sei beschämt. Bundesbildungsministerin Prien sprach von einem Skandal. Die CDU-Politikerin sagte der Bild-Zeitung, die Stolpersteine erinnerten daran, welche Verantwortung Deutschland aus dem Holocaust ableiten müsse. Hier sehe sie auch die CDU in Sachsen in der Pflicht. Ähnlich äußerte sich der Künstler Gunter Demnig, der das Projekt ins Leben gerufen hat. Kritiker der Stolpersteine, darunter die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Knobloch, machen dagegen geltend, es sei unwürdig, dass auf den Namen der Ermordeten herumgetreten werde.
    Der Stadtrat von Heidenau hatte gestern Abend einen Antrag von AfD- und CDU-Stadträten mehrheitlich beschlossen. Demnach soll das Gedenken künftig vor allem auf einem Friedhof der Stadt stattfinden.
    Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.