Frankfurter Buchmesse
Proteste bei der Rede des tschechischen Kulturministers

Die Rede des tschechischen Kulturministers Klempir zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse ist von Protesten begleitet worden.

    Der tschechische Kulturminister Oto Klempír spricht unter lautstarken Zwischenrufen auf dem Festakt zur offiziellen Eröffnung der Buchmesse.
    Eröffnung der 78. Frankfurter Buchmesse: Der tschechische Kulturminister Klempir spricht zur Eröffnung. (Andreas Arnold / dpa / Andreas Arnold)
    Während Klempir sprach, gab es Zwischenrufe und Pfiffe, ein Mann hielt ein Plakat hoch. Der Kulturminister ist seit Dezember im Amt. Er war als Parteiloser von der rechten Autofahrerpartei Motoristen nominiert worden. Unter anderem hatte die überraschende Abberufung der Leiterin der Prager Nationalgalerie für Aufsehen gesorgt. In der Kritik steht besonders die Reform der öffentlich-rechtlichen Medien.
    Die tschechische Autorin Radka Denemarkova, die nach dem Minister sprach, wurde bejubelt, als sie sagte, Minister kämen und gingen, aber die Literatur bleibe. In ihrer Rede betonte sie, man könne Literatur und Politik nicht trennen. "Der Kampf um die Wortmacht ist auch ein Kampf um die Weltmacht." Tschechien ist der Ehrengast der Buchmesse.
    Die Schau in Frankfurt ist ab heute für das Fachpublikum zugänglich, von Freitag an öffnet sie auch für die Allgemeinheit.
    Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.