Hamburg
Prozess um Anschläge auf Nord-Stream-Pipeline beginnt

Rund vier Jahre nach den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines beginnt heute der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter.

    Gas tritt aus einem Leck an der Gaspipeline Nord Stream 2 in der schwedischen Wirtschaftszone der Ostsee aus.
    September 2022: Gas tritt aus einem Leck an der Gaspipeline Nord Stream 2 in der schwedischen Wirtschaftszone der Ostsee aus. (HANDOUT / SWEDISH COAST GUARD / AFP)
    Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg muss sich ein ukrainischer Staatsbürger verantworten, der im vergangenen Jahr in Italien gefasst wurde. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, als Offizier der ukrainischen Armee zivile Ziele angegriffen und damit Kriegsverbrechen begangen zu haben. Zudem ist er wegen der Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen, der Zerstörung von Bauwerken sowie der Störung öffentlicher Betriebe angeklagt. Er soll die Tat gemeinsam mit weiteren ukrainischen Militärangehörigen im Auftrag staatlicher ukrainischer Stellen geplant haben. Die Regierung in Kiew weist eine Beteiligung zurück.
    Bei dem Anschlag im September 2022 wurden die beiden Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 schwer beschädigt.
    Diese Nachricht wurde am 14.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.