Russland
Putin stellt deutschen Handelskonzern Metro unter Zwangsverwaltung

Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt.

    Logo eines Metro Cash & Carry-Marktes auf einem Gebäude im Stadtteil Rostokino in Moskau.
    Metro-Markt in Moskau (picture alliance / dpa / ---)
    Der Kreml veröffentlichte einen entsprechenden Erlass von Präsident Putin. Zuletzt waren schon andere ausländische Unternehmen, wie der Schweizer Lebensmittelhersteller Nestlé und die französische Warenhauskette Auchan unter Zwangsverwaltung gestellt worden. Der Kreml hatte zu den früheren Entscheidungen erklärt, dass es sich um Unternehmen aus unfreundlichen Ländern handle, deren Staatsführungen durch die Hilfe für Kiew in den Ukraine-Krieg verwickelt seien.
    Seit Beginn des russischen Angriffskriegs hatten sich viele europäische Unternehmen aus Russland zurückgezogen. Metro war jedoch weiter in Russland aktiv - mit rund 90 Filialen und etwa 10.000 Beschäftigten. Der russische Markt erbrachte zuletzt fast neun Prozent des Gesamtumsatzes von Metro.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.