
Untersucht werden sollen unter anderem die Muscheldichte in verschiedenen Wassertiefen sowie der Chlorophyll- und der Sauerstoffgehalt und die Auswirkungen auf die Fischbestände. Das Monitoring soll voraussichtlich Anfang 2027 beginnen.
Auch in anderen Seen nachgewiesen
Die Quaggamuschel wurde 2024 erstmals im Chiemsee entdeckt. Inzwischen ist sie auch im Starnberger See und im Simssee nachgewiesen. Im Ammersee gibt es zudem genetische Spuren. Die Muschel kann große Mengen Plankton aus dem Wasser filtern und damit die Nahrungsgrundlage heimischer Arten verändern.
Die ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum stammende Muschel breitet sich zunehmend in europäischen Binnengewässern aus. Da sich Larven und Jungtiere leicht in Restwasser oder an feuchten Sportgeräten festsetzen, gilt der Wassersport als Hauptübertragungsweg. An vielen Seen gibt es schon den Hinweis für Wassersportler, ihre Ausrüstung vom Schlauchboot bis zum Tauch-Equipment vor jedem Gewässerwechsel gründlich zu kontrollieren, Restwasser zu leeren, das Material abseits des Sees heiß abzuspülen und vor dem nächsten Einsatz mindestens fünf Tage ruhen zu lassen.
Diese Nachricht wurde am 05.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
