Minneapolis
Renée Goods Familie verklagt Trump-Regierung wegen tödlicher Schüsse bei ICE-Einsatz

Fast neun Monate nach dem tödlichen Schusswaffeneinsatz gegen die US-Amerikanerin Renee Good in Minneapolis hat deren Familie die US-Regierung verklagt.

    Vor der US-Botschaft in London wurden Kerzen zum Gedenken an Renee Nicole Good angezündet, die von ICE-Agenten in den USA erschossen wurde.
    Gedenken an Renee Good im Januar , hier vor der US-Botschaft in London (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Lab Ky Mo)
    Die Angehörigen werfen den Behörden unter anderem Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Fahrlässigkeit und die vorsätzliche Zufügung seelischen Leids vor. In einer weiteren Klage wird der Vorwurf einer Verschwörung zur Einschränkung von Bürgerrechten erhoben. Sie richtet sich unter anderem gegen den ICE-Beamten, der Good erschossen hatte, gegen den stellvertretenden Stabschef des Weißen Hauses, Miller, sowie gegen die frühere Heimatschutzministerin Noem.
    Die 37-jährige dreifache Mutter Renee Good war Anfang Januar in ihrem Auto erschossen worden. Vertreter der Trump-Regierung hatten anschließend erklärt, der Beamte habe in Notwehr gehandelt, weil Good versucht habe, ihn anzufahren. Augenzeugenvideos stützten diese Angaben nicht. Der Fall löste landesweit Proteste gegen das Vorgehen der US-Bundesbehörden aus.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.