Oberstes US-Gericht
Republikaner scheitern erneut mit Wahlkreis-Umbau für Missouri

Kurz vor den Parlamentswahlen in den USA sind die Republikaner erneut mit dem Versuch gescheitert, die Wahlkreise im Bundestaat Missouri neu zuzuschneiden.

    Der U.S. Supreme Court in Washington DC., aufgenommen am 17. März 2025
    Der oberste Gerichtshof der USA hat Änderungen an den Wahlkreisen in Missouri verhindert (Getty Images / AFP / Win McNamee)
    Das Oberste Gericht der USA entschied, dass bei der Abstimmung Anfang November die bisherigen Wahlkreise gelten werden. Es war bereits das dritte Mal in diesem Monat, dass sich die obersten US-Richter mit dem Thema beschäftigten. Mit der nun gefallenen Entscheidung haben die Demokraten bessere Chancen, ihre zwei der insgesamt acht Sitze von Missouri im Repräsentantenhaus zu behalten.
    Bei der Parlamentswahl wird über alle Sitze im Repräsentantenhaus sowie rund ein Drittel des US-Senats abgestimmt. Derzeit halten die Republikaner von Präsident Trump die Mehrheit in beiden Kongress-Kammern. Umfragen zufolge könnten die Demokraten aber zumindest das Abgeordnetenhaus zurückerobern und dann Trumps Gesetzesinitiativen blockieren und Untersuchungen in Gang setzen.
    Ein Neuzuschnitt von Wahlkreisen ist in den USA nichts Ungewöhnliches. Vor wichtigen Wahlen versuchen sowohl Republikaner als auch Demokraten in den von ihnen kontrollierten Bundesstaaten, die Bezirke zu ihren Gunsten neu zu ziehen. Auch in anderen Bundesstaaten wurden in den vergangenen Monaten neue Wahlkreiszuschnitte verabschiedet.
    Diese Nachricht wurde am 26.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.