
Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in diesem Sommer wird bis einschließlich dem 9. August auf rund 14.000 geschätzt. Bei dieser Statistik geht es nicht nur um die unmittelbare Todesursache. Das RKI vergleicht dafür die durchschnittlichen Sterbefälle in Sommerwochen mit und ohne Hitze.
Zahlen möglicherweise noch höher
Die Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin geht von noch höheren Zahlen aus. Auch der ehemalige Bundesgesundheitsminister Lauterbach hält die Schätzmethodik des Robert-Koch-Instituts für eher konservativ. Der SPD-Politiker sagte der "Rheinischen Post", dass in Deutschland mehr Menschen an den Folgen von Hitze sterben als bislang angenommen.
In diesem Zusammenhang räumte Lauterbach ein, dass hitzebedingte Todesfälle generell methodisch nicht ohne Weiteres zu erfassen seien, da die wenigsten Menschen an einem klassischen Hitzschlag stürben. Allerdings könne eine Belastung durch hohe Temperaturen beispielsweise dazu beitragen, dass aus einem bestehenden Vorhofflimmern ein Schlaganfall entstehe, zu dem es sonst möglicherweise nicht gekommen wäre.
Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
