Berliner Abgeordnetenhaus
Grünen-Fraktionsvorsitzende Jarasch verteidigt rot-grün-rote Sondierungsgespräche

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Jarasch, hat die Einigung auf Sondierungsgespräche mit Linkspartei und SPD gegen Kritik verteidigt. Jarasch sagte im Deutschlandfunk, man habe konkrete Vereinbarungen getroffen, wie man mit antisemitischen Vorfällen in den Reihen der Fraktionen umgehen würde.

    Bettina Jarasch und Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen) stehen bei einer Wahlparty auf der Bühne.
    Bettina Jarasch und Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen) (dpa / Annette Riedl)
    Das verinbarte Papier enthalte einen scharfen Mechanismus mit Konsequenzen, betonte Jarasch. Mit Blick auf bereits im Wahlkampf getroffene Äußerungen von Linken-Vertretern erklärte sie, sie rechne damit, dass auch diese zur Verantwortung gezogen würden. Die Linkspartei habe zugesichert, Konsequenzen zu ziehen, sobald sich die Fraktion konstituiert habe.
    Die Sondierungsgespräche in Berlin zwischen Linken, Grünen und SPD werden heute fortgesetzt. Dabei geht es um den Landeshaushalt. Es ist absehbar, dass sich in den kommenden Jahren Milliardenlöcher im Etat auftun.
    Gestern hatten die drei Parteien den Weg dafür durch eine gemeinsame Vereinbarung freigemacht. Bayerns Ministerpräsident Söder von der CSU kritisierte die Sondierungen in der "Bild"-Zeitung. Rot-grün-rot wäre aus seiner Sicht ein "absoluter Tabubruch". Auch der SPD-Politiker Lauterbach sprach sich im "Spiegel" gegen eine Koalition mit Grünen und Linken in Berlin aus.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.