Mecklenburg-Vorpommern
Rot-rot-grüne Koalitionsgespräche vereinbart - Erste Vorhaben sind bekannt

SPD, Linke und Grüne in Mecklenburg-Vorpommern wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Damit steuert das Bundesland auf die erste rot-rot-grüne Landesregierung in seiner Geschichte hin. Über zentrale Vorhaben besteht bereits Einigkeit.

    Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, steht im roten Jacket vor einem Mikrofon und gestikuliert mit den Händen, während sie spricht.
    Strebt eine weitere Amtszeit an: Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (Kay Nietfeld / dpa)
    Die Verhandlungsleiter der drei Parteien erklärten in Schwerin, die Sondierungen seien erfolgreich verlaufen. Man empfehle die Aufnahme von Gesprächen für ein Regierungsbündnis. Ziel sei eine Koalition, die auf Verlässlichkeit, Stabilität und Vertrauen setze. Zentrale Vorhaben sind bereits bekannt. "Mit dem MV-Plan sollen bis 2035 zusätzlich 1,9 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen in die Modernisierung des Landes fließen", teilten die Verhandlunsleiter mit. "Die Kita bleibt beitragsfrei, Schulen werden weiter modernisiert und die Unterrichtsversorgung verbessert."

    Neue Wohnheimplätze und mehr Bürgerbeteiligung

    Die drei Partner wollen sich zudem für den Erhalt aller Krankenhausstandorte einsetzen und 1.000 neue oder sanierte Wohnheimplätze für Azubis und Studierende schaffen. Zu den Vorhaben in den kommenden fünf Jahren gehören demnach auch ein MV-Jugendticket, mehr Bürgerbeteiligung durch Bürgerdialoge, Bürgerräte und Volksbefragungen sowie ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu rechtsextremen Netzwerken. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen alle drei Parteien aus.
    Im neuen Landtag kommen SPD, Linke und Grüne auf 39 der 71 Mandate. Die konstituierende Sitzung ist am 20. Oktober. Gemäß der Landesverfassung muss anschließend innerhalb von vier Wochen ein Ministerpräsident oder eine Ministerpräsidentin gewählt werden.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.