Medizinischer Dienst
Rund 3.100 medizinische Behandlungsfehler im vergangenen Jahr nachgewiesen

In Deutschland sind im vergangenen Jahr rund 3.100 medizinische Behandlungsfehler nachgewiesen worden.

    Eine OP-Schwester legt im Operationssaal ein OP-Besteck aus.
    Eine Jahresstatistik dokumentierte 2025 rund 3.100 Fälle von Behandlungsfehlern. (Oliver Berg / dpa / Oliver Berg)
    Wie der Medizinische Dienst Bund mitteilte, waren davon 2.700 Fälle ursächlich für Schäden. In 97 Fällen führte der Fehler zum Tod. Rund 150 Vorfälle stuften die Gutachter als besonders schwerwiegend ein. Darunter fielen gravierende Medikationsfehler, im Körper vergessenes Operationsmaterial oder das Verwechseln des Patienten. Im Vorjahr waren es 134 solcher Fälle.
    Die Gutachter gingen rund 12.000 Verdachtsfällen nach. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte als Konsequenz mehr Transparenz durch die Einführung eines Zentralregisters für Behandlungsfehler.
    In Deutschland können sich Patienten, die einen Behandlungsfehler vermuten, an ihre Krankenkasse wenden. Diese kann dann den Medizinischen Dienst für ein Gutachten beauftragen.
    Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.