
Unter anderem zeigte sich die Organisation "Les Lycéens" enttäuscht von dem Gespräch. Ein Sprecher sagte, die Arbeit im Ministerium an den beklagten Problemen müsse fortgeführt werden. Um den Druck beizubehalten, wolle man aber weiter demonstrieren. Auch die Gewerkschaft USL rief zu weiterem Protest auf. Konkrete Ankündigungen bei dem Treffen habe es vom Minister nicht gegeben, hieß es. Mehrere Bildungsgewerkschaften riefen dazu auf, einen für Dienstag geplanten Protesttag der Gymnasiasten zu unterstützen, möglicherweise auch durch Streiks.
Gleichzeitig distanzierten sich die Schülerorganisationen von Gewalt. Die Organisation Renouveau Lycéen nannte diese "abolut widerlich" und rief die Gymnasiasten dazu auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten.
In Frankreich protestieren Schüler seit Tagen gegen marode Gebäude und Lehrermangel. Immer wieder kommt es zu Sachbeschädigung und Gewalt. Auch heute brannten in Paris die Eingangsbereicher zweier Schulen. In Lyon wurden an zehn Schulen unter anderem Böller gezündet und Mülltonnen in Brand gesteckt.
Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
