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Zentralrat der Juden
Schuster beklagt Schweigen der Kulturbranche zu Hamas-Terror

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, hat ein "Schweigen aus dem Kultursektor" zum Terror der Hamas gegen Israel beklagt. Für die Mitglieder der jüdischen Gemeinden bleibe "das Gefühl, ja die Gewissheit, allein zu bleiben, genau dann, wenn Anteilnahme und Identifikation so gebraucht werden", schrieb Schuster in einem Beitrag der in Berlin erscheinenden Zeitung "Jüdische Allgemeine".

    Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, steht vor der Synagoge in Halle/Saale.
    Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (picture alliance / Hendrik Schmidt)
    Als die Ukraine angegriffen wurde, seien viele Kulturinstitutionen und Kulturschaffende schnell solidarisch gewesen. "Doch wo bleibt die Solidarität mit Israel?", fragte Schuster. Es ließen sich "nicht alle aus der Kultur über einen Kamm scheren", betonte Schuster. Der Deutsche Kulturrat habe sich "klar und deutlich" geäußert. Dem hätten sich andere Verbände angeschlossen, aber das seien "die Einzelnen". Schuster fragte weiter: "Wo ist ihr moralischer Impetus, den gerade die Mitglieder dieses Milieus sonst so oft und so überzeugt zeigen?"
    Israel sei die einzige Demokratie im Nahen Osten; die israelische Gesellschaft "ein Abbild unserer Freiheit", betonte Schuster. Dennoch sehe die jüdische Gemeinschaft sich "mit einer Haltung konfrontiert, die bereits Juden in der Vergangenheit schmerzlich erfahren haben", so Schuster.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.