
Bei einem Zuckergehalt von 8 Gramm soll der Satz 32 Cent betragen. Ausnahmen soll es für Hersteller geben, die weniger als eine Million Liter gezuckerte Getränke pro Jahr produzieren. Über das Vorhaben entscheidet der Bundestag. Anfang des Monats hatte das Kanzleramt die Pläne für eine Zuckersteuer noch gestoppt. In Regierungskreisen hieß es, Klingbeils damaliger Entwurf sei nicht mehrheitsfähig.
Mit der Zuckersteuer sollen nach dem Willen Klingbeils Einnahmen für den Bundeshaushalt generiert und Getränkehersteller dazu gebracht werden, ihre Produkte gesünder zu machen.
Kritik von Hessens Ministerpräsident
Der hessische Ministerpräsident Rhein hat die geplante Steuer auf zuckergesüßte Getränke kritisiert. Der CDU-Politiker sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", steigende Lebenshaltungskosten seien eines der größten Probleme in Deutschland. Die Steuer werde zur "Teuer-Steuer", die ein falsches Signal sei. Zudem gehe es nicht wirklich darum, die Gesundheit zu fördern, sondern Bürger zur Kasse zu bitten - für die Haushaltslöcher des Bundes.
Rhein hatte sich geäußert, bevor die Einigung der Koalition über die Ausgestaltung der Zuckersteuer bekannt wurde.
Diese Nachricht wurde am 15.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
