Bundesweite Ermittlungen
Schwarzarbeit und Ausbeutung bei Reinigungsfirmen: zehn Verdächtige in U-Haft

Polizei und Zoll haben ein Firmengeflecht aufgedeckt, das im Verdacht steht, Schwarzarbeit und Ausbeutung in großem Stil betrieben zu haben.

    Die federführende Staatsanwaltschaft Berlin teilte mit, dass nach anderthalb Jahren Ermittlungsarbeit zehn mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft genommen wurden. Sie waren im Rahmen eines bundesweiten Einsatzes in mehr als 100 Wohnungen, Unterkünften, Firmen und Hotels aufgespürt worden. Zudem wurde Gold im Wert von rund 200.000 Euro sichergestellt sowie mehrere Luxusfahrzeuge.
    Die Tatverdächtigen sollen unter anderem Menschen aus der Ukraine und Georgien in Reinigungsfirmen eingesetzt und mit minimalen Zahlungen und schlechten Arbeitsbedingungen ausgebeutet haben. Zudem seien binnen vier Jahren rund 25 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen hinterzogen worden. Die zuständige Oberstaatsanwältin sagte in Berlin, die betroffenen Menschen seien - so wörtlich - "ihrer Würde entkleidet worden".
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.