Social Media
Schwedische Polizei fordert Tiktok und Meta zur Entfernung von Anzeigen für kriminelle Dienste auf

Die schwedische Polizei hat die Unternehmen Tiktok und Meta zur Löschung von Beiträgen aufgefordert, in denen kriminelle Dienstleistungen gegen Bezahlung angeboten wurden. Die Onlineplattformen seien den Aufforderungen nachgekommen, doch die Behörde fordert mehr Sensibilisierung.

    Eine junge Frau sitzt auf einem Sofa und benutzt ein Smartphone. Neben ihr sitzt ein junger Mann, der ebenfalls am Handy tippt. W
    Die schwedische Polizei hat TikTok und Meta aufgefordert, Beiträge mit kriminellem Inhalt zu löschen (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    Eine Polizeisprecherin teilte mit, dass 29 Aufforderungen an Tiktok und eine an den Techkonzern Meta gegangen seien. Hintergrund ist ein Gesetz, das es den Behörden seit dem 15. Juli erlaubt, Onlinenetzwerke anzuweisen, entsprechende Inhalte innerhalb einer Stunde zu entfernen.
    Die schwedische Polizei forderte die Unternehmen in dem Zusammenhang auf, ihre Überwachung und Moderation von Inhalten zu verstärken. Demnach gingen Kriminelle häufig nach einem bestimmten Muster vor. Die Anzeigen würden zunächst öffentlich in Onlinenetzwerken wie Tiktok, Instagram oder Snapchat geschaltet. Wenn ein junger Mensch auf eine Anzeige reagiere, werde die Unterhaltung anschließend über einen verschlüsselten Messaging-Dienst fortgesetzt.
    Das Vorgehen der Behörden in den Sozialen Medien ist Teil der Bemühungen der schwedischen Regierung im Kampf gegen Banden- und Drogenkriminalität.
    Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.